Der Laptop wird immer langsamer, der Desktop-PC braucht fünf Minuten zum Starten, oder der Bildschirm flackert plötzlich. Die Frage, die dann unweigerlich kommt: Lohnt sich eine Reparatur noch – oder ist es Zeit für einen neuen Computer?
Meine ehrliche Antwort: Es kommt darauf an. Manchmal reicht ein günstiges Upgrade, um einen „alten“ PC wieder flott zu machen – manchmal ist ein Neukauf langfristig die klügere Investition. Dieser Leitfaden hilft Ihnen, die richtige Entscheidung zu treffen.
Wann lohnt sich eine Reparatur?
Eine Reparatur ist fast immer sinnvoll, wenn die Kosten unter 50 % des Neupreises eines vergleichbaren Geräts liegen und der Computer grundsätzlich noch leistungsfähig ist.
Jünger als 5–6 Jahre
Prozessoren dieser Generation sind für Office, Internet und Alltagsanwendungen noch völlig ausreichend.
Nur ein Bauteil defekt
Festplatte, Netzteil, Lüfter oder RAM – Einzelkomponenten lassen sich günstig und schnell austauschen.
Software-Problem
Windows kaputt, Viren, zugemülltes System – eine Neuinstallation kostet wenig und wirkt wie ein Neuanfang.
SSD-Upgrade möglich
Wenn noch eine alte HDD verbaut ist, macht ein SSD-Upgrade den größten Unterschied überhaupt.
Wann ist ein Neukauf sinnvoll?
- Der PC ist älter als 6–7 Jahre: Alte Prozessoren werden von aktueller Software nicht mehr optimal unterstützt, und Windows 11 läuft auf vielen älteren Geräten nicht mehr.
- Mehrere Defekte gleichzeitig: Mainboard, Grafikkarte und Lüfter gleichzeitig – Reparaturkosten übersteigen schnell den Restwert.
- Reparaturkosten über 50 % des Neupreises: Für 400–500 € bekommen Sie heute einen soliden neuen PC mit Garantie.
- Gestiegene Anforderungen: Videobearbeitung, CAD oder Gaming? Aufrüsten wird oft teurer als ein gezielter Neukauf.